Ioannis Moraitis – Steigende Mieten: Berliner Studenten haben immer weniger Geld

Taschenrechner neben einem Portmonee mit Geldscheinen.

Zur Miete zu wohnen wird für Studenten in Berlin laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft und der Finanzberatung MLP immer teurer. Demnach betragen aktuell die Kosten für eine Musterwohnung mit 30 Quadratmetern ca. 400 Euro, was einem Anstieg von 7,4 % im Vergleich zu 2018 gleichkomme, weiß auch Ioannis Moraitis. Untersucht wurde das Preisgefüge ebenfalls in weiteren Universitätsstädten, wobei sich ein durchschnittlicher Mietpreisanstieg von 4,6 % ergab. Die Hintergründe.

Ioannis Moraitis: Studenten bezahlen für Musterwohnung in Berlin rund 400 Euro

Wie eine kürzlich veröffentlichte Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft und der Finanzberatung MLP zeigt, haben sich die Mieten für Berliner Studierende vor Ort erneut verteuert. Demnach müssen diese für eine etwa 30 Quadratmeter große Musterwohnung aktuell rund 400 Euro pro Monat bezahlen. Dies entspricht einem Preisanstieg von 7,4 % im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Die in der Analyse zugrunde gelegte Musterwohnung verfügt über eine normale Ausstattung, wurde vor etwa 24 Jahren erbaut und ist in einer Entfernung von 1,5 Kilometern zur Universität gelegen. Der Berliner Immobilienexperte Ioannis Moraitis, seines Zeichens Geschäftsführer der hedera bauwert GmbH, erläuterte die weiteren Parameter der Studie und ordnete diese vergleichend ein: „In der Studie wurden bereits die Nebenkosten einbezogen. Zwar sehen auch wir den Preisanstieg kritisch, allerdings müssen Studierende für derartige Wohnungen in anderen großen Städten wie Frankfurt, Stuttgart oder München noch weitaus mehr bezahlen.“

Das förderte auch die Studie zutage: So kostet eine vergleichbare Wohnung in München stolze 717 Euro, in Stuttgart dagegen 542 und in Frankfurt 505 Euro.

Preissteigerungen gab es auch in den übrigen Universitätsstädten

„In vielen populären, großen Universitätsstädten sind die Mieten dieses Jahr im Vergleich zu 2018 angestiegen“, so Ioannis Moraitis. Die Studie bestätigt auch dies, indem sie für die 30 untersuchten Städte einen durchschnittlichen Preisanstieg von 4,6 % ausweist. Als Mittelwert für die Miete ergab sich ein Betrag von 403 Euro pro Monat.

Problematisch sieht Ioannis Moraitis den Fakt, dass sich das Einkommen der Studierenden in den letzten Jahren laut der Studie nicht weiter erhöht hat. Es läge konstant bei etwa 900 Euro pro Monat – zu wenig, gerade wenn es eine so beliebte Metropole wie Berlin als Studienort sein soll. BAföG als Unterstützung erhalten im Übrigen zwar viele Studierende, allerdings reiche dieses gemäß Analyse der darin enthaltene und vor kurzem gestiegene Wohnzuschlag in mehr als 66 % der untersuchten Städte nicht für die Anmietung einer Musterwohnung aus.