Ioannis Moraitis: Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung: 5 Gründe, warum Sie nicht länger warten sollten

Denken Sie darüber nach, in Kürze oder naher Zukunft in ein Eigenheim oder eine eigene Wohnung zu investieren? Angesichts steigender Mieten, gleichgültiger Vermieter und dem Nullzinsniveau gibt es derzeit so viele Gründe wie noch nie, den Status als Mieter langfristig aufzugeben und sich etwas Eigenes zu suchen. Im Folgenden schauen wir uns an, wie Sie das Ganze monetär hinbekommen und zu was Immobilienexperten wie Ioannis Moraitis raten.

Grund Nummer 1: Die Zinsen sind niedrig

Wohnen Sie aktuell zur Miete und bemerken, dass in Ihrem Kopf immer wieder Gedanken an die eigene Immobilie aufkommen? Hören Sie von Freunden oder Bekannten mit frisch gegründeter Familie, dass diese nun auch Schritt zum Erwerb eines Eigenheims gewagt haben und fragen sich, wie das monetär realisiert werden kann?

Wie das geht, weiß der Berliner Immobilienexperte Ioannis Moraitis: „Die gute Nachricht ist, dass sowohl bauen, als auch kaufen momentan dank der Niedrigzinsphase so günstig wie noch nie möglich ist. Was des Sparers Leid ist, freut den Immobilienerwerber, der sich aktuell beispielsweise ein Nettodarlehen über 200.000 Euro mit 25-jähriger Kreditlaufzeit, 60%iger Beleihung und einer Tilgungsrate von 2% für einen effektiven Jahreszins von lediglich rund 1% beschaffen kann.“

Grund Nummer 2: Investment ins eigene Vermögen

Ein weiterer Grund, keine Zeit zu verlieren und Ihren schon lange gehegten Wunsch nun in die Realität umzusetzen, ist, dass Sie unweigerlich in fremdes Vermögen investieren, wenn Sie die nächsten Jahre weiterhin zur Miete wohnen bleiben. Entscheiden Sie sich dagegen dafür, jetzt eine Wohnung oder ein Haus zu erwerben, haben Sie zwar längerfristig eine hohe monetäre Belastung durch den Anschaffungspreis, investieren jedoch gewissermaßen in sich selbst und eine unabhängige Zukunft.

Achten sollten Sie lediglich darauf, dass die Ihnen zur Verfügung stehende Eigenkapitalquote zum Preis des von Ihnen ins Auge gefassten Objekts passt und die Immobilie idealerweise bis zum 65. Lebensjahr abbezahlt ist.

Grund Nummer 3: Mehr Gestaltungsmöglichkeiten

Vielleicht haben Sie das nächste Argument für den Immobilienerwerb schon von anderen frisch gebackenen Immobilienbesitzern gehört oder Sie sind durch einen Disput mit Ihrem Vermieter darauf gestoßen: Die Rede ist von einer erheblich größeren Gestaltungsfreiheit in Ihrem eigenen Haus respektive Wohnung.

Was erlaubt ist, erklärt Ioannis Moraitis: „Rein rechtlich verhält es sich in Mietwohnungen so, dass Sie lediglich das verändern dürfen, was nicht fest in der Wohnung verbaut ist. Sie dürfen also z.B. Regale einstellen, Lampen aufhängen oder die Wände streichen. Tabu sind dagegen eingemauerte Zwischenwände, die komplette Erneuerung des Fußbodens, die Überstreichung von Fliesen oder der Umbau einer Terrasse zum Wintergarten.“

In Eigentumswohnungen sind  die Bestandteile, die zum Gemeinschaftseigentum gehören, ebenfalls tabu. Maximale Gestaltungsfreiheiten dagegen genießen Hausbesitzer.

Grund Nummer 4: Absicherung für das Alter

Dafür, dass Sie nicht erst in ferner Zukunft, sondern in Kürze eine Immobilie erwerben sollten, spricht ebenso der Punkt der Altersabsicherung. „Wer mit dem Kauf einer Immobilie zu lange wartet, riskiert, dass diese mit Eintritt des Rentenalters noch lange nicht schuldenfrei ist. Ich empfehle daher, je nach Eigenkapitalquote und Tilgungsrate spätestens mit 40 die Kaufentscheidung zu treffen“, so Ioannis Moraitis.

Der Bau-Experte und CEO der hedera bauwert GmbH erläutert die mit dieser Vorgehensweise einhergehenden Vorteile plakativ: „Einerseits sparen Sie sich im Alter die finanzielle Belastung durch die Miete und haben mehr von der Rente. Außerdem können Sie im absoluten Notfall ihr Eigenheim verkaufen und sind bis zum Lebensende abgesichert.“

Grund Nummer 5: Vermietung möglich

Wer möglichst früh in die eigene Immobilie investiert und diese weit vor Renteneintritt abbezahlt hat, macht sich die größten Vorteile zu eigen. Laut Ioannis Moraitis besteht dann die Möglichkeit, ein weiteres Objekt zu erwerben und dieses nicht nur von den Mietern durch laufende Mieteinnahmen abbezahlen zu lassen, sondern ebenso künftig ein passives Nebeneinkommen zu generieren, welches die Rente aufstocken kann.

Diese Vorgehensweise verlangt allerdings eine sehr genaue Planung, zumal etwaige Leerstände bei der Vermietung mit in das Finanzierungskonzept einbezogen werden müssten. „Betrachtet man alle Faktoren kumulativ, so würde ich jedem, der wenigstens ein Mindestmaß an Eigenkapital aufbringen kann, empfehlen, in Betongold zu investieren“, so Ioannis Moraitis‘ abschließendes Fazit.

Ioannis Moraitis – Steigende Mieten: Berliner Studenten haben immer weniger Geld

Taschenrechner neben einem Portmonee mit Geldscheinen.

Zur Miete zu wohnen wird für Studenten in Berlin laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft und der Finanzberatung MLP immer teurer. Demnach betragen aktuell die Kosten für eine Musterwohnung mit 30 Quadratmetern ca. 400 Euro, was einem Anstieg von 7,4 % im Vergleich zu 2018 gleichkomme, weiß auch Ioannis Moraitis. Untersucht wurde das Preisgefüge ebenfalls in weiteren Universitätsstädten, wobei sich ein durchschnittlicher Mietpreisanstieg von 4,6 % ergab. Die Hintergründe.

Ioannis Moraitis: Studenten bezahlen für Musterwohnung in Berlin rund 400 Euro

Wie eine kürzlich veröffentlichte Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft und der Finanzberatung MLP zeigt, haben sich die Mieten für Berliner Studierende vor Ort erneut verteuert. Demnach müssen diese für eine etwa 30 Quadratmeter große Musterwohnung aktuell rund 400 Euro pro Monat bezahlen. Dies entspricht einem Preisanstieg von 7,4 % im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Die in der Analyse zugrunde gelegte Musterwohnung verfügt über eine normale Ausstattung, wurde vor etwa 24 Jahren erbaut und ist in einer Entfernung von 1,5 Kilometern zur Universität gelegen. Der Berliner Immobilienexperte Ioannis Moraitis, seines Zeichens Geschäftsführer der hedera bauwert GmbH, erläuterte die weiteren Parameter der Studie und ordnete diese vergleichend ein: „In der Studie wurden bereits die Nebenkosten einbezogen. Zwar sehen auch wir den Preisanstieg kritisch, allerdings müssen Studierende für derartige Wohnungen in anderen großen Städten wie Frankfurt, Stuttgart oder München noch weitaus mehr bezahlen.“

Das förderte auch die Studie zutage: So kostet eine vergleichbare Wohnung in München stolze 717 Euro, in Stuttgart dagegen 542 und in Frankfurt 505 Euro.

Preissteigerungen gab es auch in den übrigen Universitätsstädten

„In vielen populären, großen Universitätsstädten sind die Mieten dieses Jahr im Vergleich zu 2018 angestiegen“, so Ioannis Moraitis. Die Studie bestätigt auch dies, indem sie für die 30 untersuchten Städte einen durchschnittlichen Preisanstieg von 4,6 % ausweist. Als Mittelwert für die Miete ergab sich ein Betrag von 403 Euro pro Monat.

Problematisch sieht Ioannis Moraitis den Fakt, dass sich das Einkommen der Studierenden in den letzten Jahren laut der Studie nicht weiter erhöht hat. Es läge konstant bei etwa 900 Euro pro Monat – zu wenig, gerade wenn es eine so beliebte Metropole wie Berlin als Studienort sein soll. BAföG als Unterstützung erhalten im Übrigen zwar viele Studierende, allerdings reiche dieses gemäß Analyse der darin enthaltene und vor kurzem gestiegene Wohnzuschlag in mehr als 66 % der untersuchten Städte nicht für die Anmietung einer Musterwohnung aus.